Diese Probe ist doch schon eine Besondere. Nein, geprobt wird das, was auch sonst in den anderen Proben, davor und danach, geübt, einstudiert, variiert und wiederholt wird. Alles ist so wie es ist und wenn nicht genau hingeschaut wird, mag es auch wie immer sein. In den Stuhlreihen sitzen die Sangesmutigen, blättern eifrig in ihren Notensammlungen auf der Suche nach dem richtigen Lied und vorn am Klavier müht sich der Chorleiter damit ab, den Sängern den richtigen Ton zu entlocken.
Aber der Tag ist anders als die anderen Dienstage, denn es ist Faschingsdienstag.
Nun muss bedacht werden, dass es in Sachen Fasching eine bedeutungsvolle Tradition im Schubertchor gab. Großartige Karnevalssitzungen mit üppigen Kulissen und ausgefeilten Kostümen in originellen Programmen. Das war leider einmal in der Vergangenheit. Der gegenwärtige Schubertchorhausfasching, so die etwas sperrige Bezeichnung, köchelt dann auch nur auf einer etwas kleineren Flamme. Bunte Tupfer sind in den Stuhlreihen bei genauer Betrachtung zu sehen, dort Biene Maja, hinten die feine Dame mit silbernem Zylinder, vorn die Westernheldin, dazwischen ein verwegener Sternentaler und der Mann mit der Melone (Egon? Nein, Dirk).Abgefeiert wurde im „Echten“.






